Individuelle Führung Kloster Mariawald

„Ich darf Sie bitten, mit Eintritt in den Klausurbereich bis zum Ende unserer Mittagsmahlzeit im Refektorium zu schweigen.“ 

So begrüßt uns Dirk Küsters, unser heutiger Gästeführer, vor der Klosterpforte der Abtei Mariawald.
Im ehemaligen Trappistenkloster erscheint es angemessen, die Kraft des Schweigens - wenn auch nur für eine verhältnismäßig kurze Zeit - beim Mahl im Refektorium, bestehend aus Erbsensuppe und stillem Wasser aus dem Tonkrug, zu erfahren. 


Empfang an der Klosterpforte
Eingang in den Klausurbereich
Gedeck

Zurück vor der Klosterpforte beginnt Dirk Küsters die eigentliche Führung mit einem Abriß zur mehr als 500 jährigen Geschichte des Klosters, angefangen mit Heinrich Fluitter, der 1470 ein in Köln erworbenes Gnadenbild in einer Hütte auf dem Kermeter zur Verehrung aufstellt und aus seiner Einsiedelei Gnadenbild und zunehmende Pilgerschar betreut.
Nach seinem Tod baut Pfarrer Daum unweit eine Kapelle für das Gnadenbild - der heutige Altarbereich der Klosterkirche. 1480 schenkt er die Kapelle dem Zisterzienserkloster von Bottenbroich, das sich verpflichtet, die Pilger zu betreuen und ein Kloster zu errichten.
Nach Zerstörungen unter Napoleon und im Zweiten Weltkrieg und dem jeweiligem Wiederaufbau wird das Kloster am 15. September 2018 aufgehoben. 


Die Nachbildung des Gnadenbilds
Der Altarbereich
Foto ndkom
Der Kreuzgang

Wir betreten abermals den Klausurbereich und tauchen ab dem Kreuzgang erneut in das Klosterleben und die Geschichte des Klosters ein, diesmal jedoch dank des fundierten Wissens unseres Gästeführers Dirk Küsters im informativen Gespräch - wobei die ein oder andere lokale Anekdote nicht fehlt. 
Die Abtei Mariawald kann nicht mit architektonischen Besonderheiten und Kunstschätzen aufwarten - Wertvolles ist dem Kloster nicht geblieben: die herrlichen Fenster aus Kirche und Kreuzgang wurden 1795 versteigert und sind heute über die ganze Welt verstreut.
Wir erfahren, dass das Gnadenbild in der Klosterkirche eine Nachbildung ist und das Original samt Antwerpener Schnitzaltar seit 1804 die Pilger in die Pfarrkirche nach Heimbach ruft.
 
Dirk Küsters erzählt über den klösterlichen Alltag, wie die Bewohner ohne Radio, Fernsehen oder Handy dennoch über das Weltgeschehen täglich auf dem Laufenden gehalten wurden, erklärt uns die Kleidung der „weißen Mönche vom Kermeter“, informiert über die Klosterbetriebe, läßt uns hausgemachtes Gebäck und hauseigene Liköre verkosten. 


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Dirk Küsters erklärt die Kleidung der Mönche.

Dem Besuch des Klosterfriedhofs folgt ein wieder schweigsamer Gang durch das „Paradies“, wie der Innenhof des Kreuzgangs auch genannt wird, bevor Dirk Küsters die Führung an der Klosterpforte beendet.


Foto ndkom
Der Klosterfriedhof
Foto ndkom
Das Paradies
Foto ndkom
Kloster Mariawald

Kloster Mariawald: „ein Ort, an dem Sie nette Menschen treffen und den Sie unbedingt besuchen sollten."

Infos auf der 
Homepage Mariawald


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